
Als Truckerin kommt man viel herum. Autobahn, Landstraße, Stadtverkehr – das alles gehört zum Alltag. Aber gerade Letzteres kann im großen LKW echt schwierig sein, erklärt LKW-Fahrerin Tinka.
Wo ist es eigentlich am schwierigsten, einen LKW zu fahren? Für LKW-Fahrerin Tinka ist die Antwort klar: „Ich fahre sehr ungerne in Städten, ich bin da wirklich viel, viel angespannter. Da fahre ich lieber übers Land“, betont sie.
Das ist aber auch kein Wunder: LKWs sind im Vergleich zu den kleineren PKWs riesig, und man hat sehr viel Verantwortung, wenn man so ein Gerät durch den Verkehr manövriert. In der Stadt ist es eng und viele Menschen sind unterwegs – im PKW, aber auch zu Fuß oder auf dem Fahrrad.
„Da wird’s logischerweise schnell unübersichtlich“, so Tinka: „In einigen Städten sind besonders viele Fahrräder und Fußgänger unterwegs. Da muss man besonders vorsichtig fahren.“
Tinka nimmt das sehr ernst, und das ist auch nötig: „Nur ein Beispiel: Du hast alle 250 Meter eine Fußgängerampel, aber trotzdem kommen Leute, die wollen nicht mal die 50 Meter zur nächsten Ampel laufen, sondern huschen dann gerade so zwischen den Autos lang“, erklärt sie.
Und nicht nur die Verkehrsteilnehmer, auch die Dimensionen der Straßen und Einfahrten bei Kunden erschweren die Fahrt: „Zentrallager sind meistens außerhalb oder am Rand von Städten. Aber wir haben einige Ladestellen, die in der Stadt sind. Das sind kleinere Firmen, bei denen wir Ware laden, die wir dann zu einem Zentrallager bringen“, erklärt Tinka.
Gerade diese Touren erfordern viel Aufmerksamkeit: „Es gab mal eine Firma, als die aus der Stadt heraus umgezogen ist, haben wir uns sehr gefreut. Da musstest du mitten durch die Stadt fahren, bis du beim Hof warst. Um dann reinzukommen, konntest du zwar vorwärts reinfahren, musstest aber hoffen, dass sonst niemand drinsteht – das konntest du nämlich erst sehen, wenn du reingefahren warst. Und wieder rausfahren war schwierig. Das war alles zugebaut, es standen Tonnen und Autos an Mauern, und da musstest du wirklich genau den richtigen Punkt erwischen und lenken – sonst wärst du hängen geblieben“, erinnert sich Tinka: „Sobald man zwei, drei Mal da war ging das, aber zu Anfang war das schwierig. Man muss einfach immer die Ruhe bewahren, damit kein Fehler passiert.“
Andere Themen in der Stadt sind die vielen Ampeln, das ständige einsortieren und Abbiegen: „Da muss man wirklich aufpassen, und du musst dein Fahrzeug sehr gut einschätzen können. Zum einen, was die Länge und Breite angeht, aber auch, was die Reaktion des Fahrzeugs betrifft.“
Insgesamt, so Tinka, ist der Fall für sie klar: „Ich denke, der Straßenverkehr in der Stadt ist gefährlicher.“
Für Linienbusfahrer sind Touren durch die Stadt der Alltag. Auch Reisebusfahrer Mirko kennt sich in vielen Städten aus, bringt er doch oft Gruppen an beliebte Ziele. Doch auch er hat so seine schwierigeren Erfahrungen – insbesondere gilt das in Städten, in denen man das erste Mal ist. Wie das aussieht, erzählt Mirko hier.